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  • Der Grammatik-TestDatum28.04.2012 00:57
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema Der Grammatik-Test

    Abgesehen davon, daß sich kein deutscher Muttersprachler jemals so ausdrücken würde, ist die zweite Satzhälfte inkorrekt. Das "gehabt" muß raus. Aber das am Rande.

    Hier muß man sich zuerst einmal die Zeitstufen und den vom Sprecher gemeinten Ablauf verdeutlichen.

    1) Man fährt mich nach Hause.
    2) Ich will dich dich anrufen.

    In welcher Reihenfolge geschieht das?

    a) "Ich will dich anrufen, und dann fährt man mich nach Hause."
    b) "Man fährt mich nach Hause, und dann will ich dich anrufen."

    Ich denke, die Unsinnigkeit des Beispielsatzes wird deutlich.

  • Lei ha ragione, la traduttrice - die Dame hat recht. Der Vorgang des Motorabstellens ist durchaus hörbar, da mit Geräusch verbunden. Das Abgestelltsein als Zustand dann nicht mehr. Aber das sind wirklich Spitzfindigkeiten.

    Wie ist das mit "ich sehe, daß er fortgegangen ist"? Wenn er schon weg ist, kann ich ihn nicht mehr sehen. Aber ich kann sehen, daß er fort ist...

  • Präposition unterschiedlicher RektionDatum15.01.2012 20:35

    Bin auch keine Fachkraft, aber ich sage dies:

    "Mit und ohne Werkzeuge" ist definitiv falsch.
    "Mit Werkzeugen und ohne Werkzeuge" ist korrekt, aber umständlich.

    Vorschlag: mit oder ohne Werkzeug. Damit ist die Klippe unterschiedlicher Kasusendungen umschifft.

    Bei einer Regel für Präpositionen mit unterschiedlicher Kasusrektion muß ich passen. Man sollte solche Konstruktionen eher vermeiden.

  • Hallo Carsten,

    eine hochinteressante Frage. Ich muß leider passen. Ob es für Akronyme, die sich als ein Wort aussprechen lassen, einen festen Terminus gibt, enztieht sich meiner Kenntnis. Die englische Wikipedia gibt auch keinen Fachterminus her.

    ILK ist übrigens doch ein Apronym. Engl. "ilk" = Art, Gattung, Sorte.

    "The cow is of the bovine ilk: One end is moo, the other, milk."
    Ogden Nash

  • Das Kreuz mit dem KonjunktivDatum22.11.2011 21:24
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema Das Kreuz mit dem Konjunktiv

    Die Antwort kommt wohl etwas spät, aber 1 und 2 sind richtig.
    3 ist nicht richtig, da das Ablaufen der Zeit vom Sprecher nicht als irreal gedacht wird und deshalb im Indikativ bleibt.
    Die Konjunktive in "wäre ich glücklicher" und "wenn ich wüßte" sind richtig, denn sie drücken eine irreale Bedingung bzw. einen hypothetischen Zustand aus.

  • Thema von Schamane im Forum Sprachpolitik

    http://www.duitslandweb.nl/actueel/uitge...eine-party.html

    Der Text beschreibt, wie niederländische Schüler für einen Wettbewerb Videos erstellt haben, um unter ihren Altersgenossen für das Lernen der deutschen Sprache zu werben. Das Interesse am Deutschlernen ist in den Niederlanden seit Jahren stark rückläufig. Auf Wunsch kann ich eine Übersetzung des Artikels anfertigen.

    Das Video selber ist auf deutsch. Es ist das Gewinnervideo des Wettbewerbs "Daarom Duits" und sicherlich amateurhaft und teilweise akustisch schwer verständlich, aber nicht ohne Witz und Charme.

  • Diese leidige Debatte läuft in GB schon lange. Originell ist an Sarrazins Buch ohnehin nichts. Das meiste ist platt bei Oriana Fallaci abgekupfert.

    "La Forza della Ragione", zu deutsch "Die Kraft der Vernunft", Mailand 2004.

  • Unwort des Jahres 2010: alternativlosDatum18.01.2011 20:14
    Thema von Schamane im Forum Deutsch in Medien und...

    http://www.tagesschau.de/inland/unwortdesjahres110.html


    Jury wählt aus mehr als 1120 Vorschlägen
    "Alternativlos" ist Unwort des Jahres

    "Alternativlos" ist das Unwort des Jahres 2010. Die Jury unter Leitung des Germanisten Horst Dieter Schlosser wählte den Begriff aus 1120 Vorschlägen aus, wie der emeritierte Professor in Frankfurt am Main bekanntgab. "Das Wort suggeriert sachlich unangemessen, dass es bei einem Entscheidungsprozess von vornherein keine Alternativen und damit auch keine Notwendigkeit der Diskussion und Argumentation gebe", sagte Schlosser zur Begründung. "Behauptungen dieser Art sind 2010 zu oft aufgestellt worden, sie drohen, die Politikverdrossenheit in der Bevölkerung zu verstärken."

    Das von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Zusammenhang mit der Griechenland-Hilfe genannte "alternativlos" war der meistgenannte Vorschlag. Die Floskel verwendeten Politiker auch für die Gesundheitsreform, das Bahnprojekt "Stuttgart 21" oder den Ausbau des Frankfurter Flughafens.

    Auch "Integrationsverweigerer" gerügt


    Gerügt wurden noch zwei weitere Begriffe: Das Wort "Integrationsverweigerer", das Bundesinnenminister Thomas de Maiziére (CDU) zwar nicht erfunden, aber in Umlauf gebracht habe, unterstelle, dass Migranten in größerem Umfang selbst ihre Integration verweigerten. Dass dafür die notwendige Datenbasis fehle und der Staat selbst zu wenig für Integration tue, werde dabei ausgeblendet. Zudem wurde auch die Formulierung "Geschwätz des Augenblicks" gerügt, mit der der Dekan des Kardinalskollegiums, Angelo Sodano, bei der Ostermesse des Papstes 2010 die massiven Vorwürfe sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche habe beiseiteschieben wollen.

    "Schwarzsparer" und "Brückentechnologie" vorgeschlagen


    Weitere Vorschläge für das Unwort waren "Steuersünder" und "Schwarzsparer" als Begriffe für Bürger, die ihre Konten im Ausland vor dem Staat verstecken. Auch die "Brückentechnologie" für die Atomkraft und das "Sparpaket" der Bundesregierung waren unter den Vorschlägen.

    Der sechsköpfigen Jury gehörte in diesem Jahr auch der Literaturkritiker Hellmuth Karasek an. Das Unwort des Jahres wird seit Anfang der 90er-Jahre von einer unabhängigen Jury ausgewählt. Im vergangenen Jahr hatte sie sich für "betriebsratsverseucht" entschieden.


    ---

    Eine hervorragende Wahl dieses Jahr, finde ich.

    Kalauer schenke ich mir.

  • Thema von Schamane im Forum Sprachpolitik

    http://www.telegraaf.nl/mijnbedrijf/8753...?sn=mijnbedrijf

    Aus der niederländischen Zeitung "De Telegraaf"
    (Eigenübersetzung):

    Weniger Exporte nach Deutschland
    Beherrschung der deutschen Sprache läßt bei Unternehmern zu wünschen übrig
    von Rob Savelberg

    BERLIN - Die Umsatzrückgänge nach Deutschland sind nicht allein auf die Rezession zurückzuführen, sonden auch auf "weiche Faktorem" wie die Beherrschung deutscher Sprache und Umgangsformen.

    Dies stellt die Deutsch-Niederländische Handelskammer DHVK fest. Zu Beginn der Woche hielt Bernhard Wientjes, Vorsityender des Unternehmerverbandes VCO-NCW, ein flammendes Plädoyer für mehr Interesse an dem wichtigen Nachbarland: "Es ist nicht gut, daß Deutsch in unserem Bildungssystem so schlecht dasteht."

    Im Krisenjahr 2009 fiel der niederländische Export nach Deutschland nach Angaben des Statistikamtes CBS von 90,6 Mrd auf 73,2 Mrd Euro, ein Rückgang um gut 17%. Ein Jahr davor betrug der Rückgang nur 2,7%, als Folge der wirtschaftlichen Erholung. Aber unser Land verlor seinen Platz als größter Importeur nach Deutschland. Der größte Konkurrent China ist an den Niederlanden vorbeigezogen. Zuvor hatte das Königreich der Niederlande Frankreich diese Spitzenposition abgenommen.

    Die DNHK pocht weiterhin auf Kenntnisse der deutschen Sprache und Kultur. Diese lassen bei niederländischen Schülern und Studenten und vor allem bei Unternehmern ernsthaft zu wünschen übrig. Hierdurch gehen jährlich Milliarden Euro verloren, bezifferte der Exportverband Fenedex. Für 2007 rechnet man mit ca. 7,8 Mrd Euro.

    "Niederländer unterschätzen die Bedeutung von Etikette und Umgangsformen für die geschäftlichen Beziehungen mit deutschen Partnern", betont Niels Koekoek von der DNHK.

    Da Niederländer die deutsche Sprache immer weniger gut beherrschten, gehe den Niederlanden dieses gewisse Extra verloren, aufgrunddessen niederländische Geschäftspartner für deutsche Firmen immer besonders attraktiv gewesen seien, so Wirtschaftsprofessor Kees van Paridon von der Erasmus-Universität Rotterdam.

    Doch sei dies nicht der hauptsächliche Grund, weshalb China die Niederlande als wichtigster Importeur auf dem deutschen Markt überholt habe, stellt van Professor van Paridon fest. Ihm zufolge wäre unser Land ohne China immer noch die Nummer eins.

  • Ein frohes Weihnachtsfest...Datum25.12.2010 00:34
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema Ein frohes Weihnachtsfest...

    Danke Andy.
    Ich schließe mich Dir an und wünsche allen ein frohes Fest, gute Gesundheit und ein erfolgreiches Jahr 2011.

  • Lieber besserDatum18.12.2010 04:44
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema Lieber besser

    Wohl nicht so sehr um Subjekte als um (reflexive) Objekte, was aber hier letztlich auf dasselbe hinausläuft.

    Ich kann den Gedanken wohl nachvollziehen -

    a) es wäre mir lieber ...
    b) es wäre besser für dich ...

    - trotzdem empfinde ich das als unnötige Haarspalterei. Für den praktischen Gebrauch sind beide komplett austauschbar.

  • Lieber besserDatum12.12.2010 19:19
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema Lieber besser

    Ich schließe mich AndyOSW in allen Punkten an.

    "You should rather go now" ist völlig in Ordnung und steht von der Stilebene etwas höher als "should better". Der "would rather"-Konstruktion (würde lieber) tut das keinen Abbruch.
    Und wer sich "posh" (piekfein) anhören will, kann auch "You had better go" verwenden.

    "Sie sollten lieber gehen" und "Sie sollten besser gehen" sind komplett austauschbar. Mit Anglizismen bzw. Amerikanismen haben beide nichts zu tun.

  • Aus schweizer Perspektive sicherlich.

  • spiegel redaktionDatum02.12.2010 01:34
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema spiegel redaktion

    Ich halte alle Möglichkeiten von AndyOSW für richtig. Auch die Schreibweise mit großem SPIEGEL ist möglich.

    Als Literaturangabe ist folgendes Format richtig:

    Viktor Verfasser, in: Der Spiegel, Heft 12/2010, S. 100-101.

    ---

    Das "der" in "Der Spiegel" entfällt in Zusammensetzungen. Das Spiegel-Haus, die Spiegel-Redaktion, der Spiegel-Redakteur (nur einmal "der")

    Beste Wünsche für die Diplomarbeit!

  • Noch'n Witz...Datum28.11.2010 16:25
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema Noch'n Witz...

    Einer meiner Lieblingswitze ...

    Sohn (7) fragt seinen Vater, den berühmten Rabbi Finkelstein:

    - Papa, was ist ein Wiedehopf?

    - Das ist ein meschuggener Fisch.

    - Aber hier steht, er hüpft von Ast zu Ast!

    - Kannst Du mal sehn, wie meschugge der ist!

  • westdeutsche Dialekte nehmen überhand!Datum28.11.2010 16:22

    Ich finde nicht viel Schwäbisches in der Jungfrau von Orleans, und auch in Dantons Tod ist wenig Hessisches auszumachen.

  • Haha. Nicht zu verwechseln mit pommes de terre, diesen subversiven Knollen.

  • Da gibt es in Italien einen Ort namens Terracina. Al-Qaida-Hochburg!

  • Soviel also zum Thema Etymologie für Ahnungslose.

    Vielleicht kredenzen Terroristen ihre Suppe auch gerne in Terrinen. Und halten ihre Leguane im Terrarium. Oder Terrier.

  • westdeutsche Dialekte nehmen überhand!Datum13.11.2010 22:42

    Das mit "von" oder "zu, zum, zur" scheint eine norddeutsche Erscheinung zu sein. Weitere Beispiele für nichtadelige Namen mit von und zu wären Zurmühlen, Vonrüden, Vomacker - hier weist sogar die Zusammenschreibung darauf hin, daß es sich nicht um Adelsprädikate handelt.

    Inwiefern aber "westdeutsche Dialekte" hier hineinspielen, bleibt zunächst klärungsbedürftig. Sind damit die Dialekte in der BRD vor 1990 gemeint, die alten Bundesländer sozusagen, oder wird konkret auf den geographisch westlichen Raum Deutschlands angespielt? Dann hätten wir es mit einem Kontinuum aus norddeutschem und westfälischen Platt, Ripuarisch (darunter Kölsch) und Moselfränkisch zu tun, wobei diese Dialektgebiete noch stufenweise in den niederländisch-flämischen Raum übergehen.

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