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  • Atmosphäre vs. StimmungDatum29.11.2012 21:14
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema Atmosphäre vs. Stimmung

    Ich denke, Du machst das gar nicht schlecht!

  • Was genau verschlägt Ihnen hier die Sprache?

  • Atmosphäre vs. StimmungDatum21.11.2012 21:40
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema Atmosphäre vs. Stimmung

    Atmosphäre ist vielleicht eher die äußere Umgebung und Situation, und Stimmung, wie Traumdeuter andeutet, das Gefühlsmäßig-Zwischenmenschliche.

  • 'Denglisch'Datum13.11.2012 23:02
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema 'Denglisch'

    Der Standpunkt ist respektabel und durchaus nachvollziehbar. Da nun in der deutschen Sprachforenszene eine gewisse Rechtslastigkeit, gepaart mit unverhohlenem Antiamerikanismus, nicht wegzuleugnen ist, halte ich eine kosmopolitischere und liberale Gegenstimme für nicht gänzlich unangebracht, wobei liberal hier nicht im Sinne einer bestimmten Partei gemeint ist.

    Es muß Sie nicht interessieren, aber man hat im größten deutschen Sprachverein seine einschlägigen und unersprießlichen Erfahrungen gemacht. Als Konsequenz davon gibt es dieses Forum, in dem keine Maulkorbpolitik samt Löschung und Zensur betrieben wird, wenn man nicht auf einer gewissen Linie liegt. Wir verstehen uns hier jedenfalls nicht als Anti-Englisch-Propagandatruppe, wobei es jedermann unbenommen bleibt, seine eigene Ansicht zum sogenannten "Denglisch" zu vertreten.

    Und damit zurück zur Sprache, unzensiert und frei, so orthodox oder unorthodox, konservativ oder progressiv, traditionell oder avantgardistisch, wie es jedem gefällt.

  • bauen an?Datum13.11.2012 22:48
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema bauen an?

    Traumdeuters Erläuterungen kann ich mich nur anschließen. Du hast die Wendung völlig richtig verstanden.

  • 'Denglisch'Datum12.11.2012 22:48
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema 'Denglisch'

    Zitat von Tess im Beitrag #4
    zu Punkt 4 (''Wer oder was soll hier gefährdet werden und wie?''): gefährdet sollen viele heimische deutsche Wörter und Ausdrücksweisen werden, wenn, wie Sie zu der letzten Frage schon geschrieben haben, es schon fast keine Anglizismengegner gibt und die Sprache sich immer mehr in eine Mischung verwandelt.


    Das ist empirisch nicht von der Hand zu weisen. Mit dem Sprachwandel sterben viele Ausdrücke und Redewendungen aus, so daß man vordergründig davon sprechen könnte, daß die Sprache verarmt. Dafür wachsen aber andere Ausdrücke und Wendungen nach, so daß im Grunde nichts verloren geht, sondern altes durch neues ersetzt wird. Ob das gut oder schlecht ist, bleibt letztlich Bewertungssache.

    Zitat von Tess im Beitrag #4
    Zu Punkt 5. Ich bearbeite dieses Thema nicht von meinem persönlichen Blickwinkel, sondern ich sammle unterschiedliche Auffassungen und vergleiche sie. Ich glaube aber, von einem Verfall kann man nur dann sprechen, wenn man ein sozusagen patriotischen, und nicht wissenschaftlichen oder objektiven Blick darauf hat. Wenn jemand unvoreingenommen ist, sieht der Prozess wie kein Verfall aus, sondern nur wie eine Umwandlung.


    Diesen neutralen wissenschaftlichen Blick haben die sprachkonservativen Vereine leider nur sehr selten. Sie sind zum guten Teil ideologisch gefärbt und haben nachweisbare Affinitäten mit dem rechten politischen Spektrum. Das heißt nicht, daß jeder Sprachkonservative gleich notwendigerweise politisch nach rechts ausschlagen muß, aber eine gewisse Korrelation ist unübersehbar. Alle über einen Kamm scheren kann man sicherlich nicht.

    Zitat von Tess im Beitrag #4
    (Und meine Fragen sind so erstellt worden, dass sie auch einem Gegner dienen würden.)


    Schon klar. Du sammelst Meinungen, und da gibt es mehr als eine.

    Zitat von Tess im Beitrag #4
    Falls das Ihnen auch nur ein wenig interessiert, dieser Verlust, wie es Traumdeuter benannt hat, kommt auch in Bulgarien vor. Und der ist wieder mal vorwiegend im Bereich Technik zu spüren: wir passen sogar englische Wörter wie download, chat, save, copy, paste, upload, bug unserer Grammatik an, was ungewöhnlich ist, da sich unsere slawische Sprache so viel von dem Englischen unterscheidet. Es gibt auch manche Wörter, denen bulgarischen Gleichwerten ich selbst immer seltener verwende. Da wir dennoch die kyrillische u. nicht die lateinische Schrift benutzen, tauchen nicht so viele Werbungen auf Englisch, obwohl die fremden Marken ihre englische Slogans oft vorbehalten.


    Das glaube ich gerne, daß sich Englisch auch in den slawischen Sprachen breit macht.

    Zitat von Tess im Beitrag #4
    Noch einmal vielen Dank für die Meinungen! Sie sind mir nützlich, da ich schon Argumente von 'Sprachkonservativen' übermäßig gelesen habe.


    Nichts zu danken, für die weniger konservative Seite ist dieses stille kleine Forum da.
    Ich wünsche viel Erfolg mit dem Referat!

  • 'Denglisch'Datum11.11.2012 15:14
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema 'Denglisch'

    Hallo Stefana,

    Du fragst nach persönlichen Meinungen, und die kann ich Dir als solche in kurzen Umrissen geben.




    1. Für mich sind Denglisch Wortschöpfungen deutscher Texter, die im Englischen überhaupt nicht existieren, beispielsweise das "Handy". Das existiert im Englischen nur als Adjektiv im Sinne von "praktisch", hat aber mit Telefon nichts zu tun.

    2. Den Grund für die Anglifizierung sehe ich in der kulturellen, ideologischen, ökonomischen, militärischen und technologischen Dominanz der angelsächsischen Welt im Zusammenhang mit der Globalisierung, deren lingua franca nun einmal das Englische ist.

    3. Durchdringung, Überlagerung und Verdrängung von Sprachen gibt es, seit der Mensch zu sprechen gelernt hat. Der Spezialfall der Übernahme tausender englischer Begriffe ins Deutsche ist relativ neu, etwa seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Der Prozeß scheint sich mir jedoch noch zu beschleunigen. Ähnlich sieht es für die meisten Sprachen der Welt aus, sie erfahren alle einen Anglifizierungsprozeß, wenn auch mit graduellen Unterschieden.

    4. "Gefährlich" ist eine zu hinterfragende Wertung. Wer oder was soll hier gefährdet werden und wie? Doch höchstens ein von bestimmter Seite als erhaltenswert eingestufter linguistischer status quo. Sprachwandel ist aber, wertungsfrei betrachtet, keine "Gefahr", sondern ein komplexer, vernetzter und evolutionärer Prozeß, der sich in der empirischen Welt vollzieht. Sprache ist nicht einfrierbar oder in Stein gemeißelt, auch wenn das einige gerne so hätten. Sie unterliegt wie alles dem Wandel, und man kann nirgendwo zweimal in denselben Fluß steigen. Manche empfinden das als Bedrohung und Gefahr. Ich nicht. Panta rhei.

    5. Wandel mit Verfall gleichzusetzen halte ich für Unfug. Eine Sprache verfällt nicht durch Wandel, sie verändert sich. Ist Italienisch ein "verfallenes" Latein? Ist das heutige Englisch "verfallen", weil es keine rein germanische Sprache mehr ist, sondern zur Hälfte ein normanno-französisches Latein mit sehr seltsamer Aussprache? Auch hier haben wir es wieder mit einer Wertung zu tun, und die Frage heißt: wer wertet hier, und vor welchem ideologischen Hintergrund?

    6. Es gibt keinen Verfall und es gibt keine Bedrohung, außer für solche, welche die Zeit anhalten wollen. Sprachwandel kann aber nicht aufgehalten werden, egal wie sehr sich der eine oder andere konservative Altherrenclub (die Mehrheit der deutschen Sprachvereine) gegen die Wirklichkeit stemmt, kleinere Etappensiege hin oder her.

    7. Die junge Generation ist der eigentliche Träger des Sprachwandels. Die junge deutsche Generation hat de facto, wenn auch nicht unbedingt bewußt, in ihrer großen Mehrheit entschieden, die Anglizismen in ihre Alltagssprache zu integrieren, und die Konsequenzen davon werden die deutsche Sprache der Zukunft stark beeinflussen. Die Anglizismenhasser sterben aus, die nachfolgende Generation ist anglizismenfreundlich, deren Kinder werden auch kein Problem mit Englisch haben, und das Deutsche wird sich weiter verenglischen, auf die Befindlichkeiten der Sprachkonservativen eins gepfiffen.

  • Worträtselspiel in einem BuchDatum08.11.2012 20:59
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema Worträtselspiel in einem Buch

    Und schau!

  • Information über od. zu??Datum01.11.2012 23:54
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema Information über od. zu??

    Hallo und cześć,

    ich schließe mich Traumdeuter an. "Informationen zu" ist nicht falsch, aber mit "Informationen über etwas" bist Du auf der ganz sicheren Seite.

    ---

    (Nebenbei: es gibt keine Steigerung mit "mehr". Korrekter, nicht *mehr korrekt. Vielleicht hat Dir da das Englische hineingefunkt, vgl. "more correct". Im Deutschen wird der Komparativ immer mit -er- und -(e)st- gebildet, unabhängig vom Wort oder seiner Länge.)

  • Worträtselspiel in einem BuchDatum27.10.2012 19:29
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema Worträtselspiel in einem Buch

    Zitat von Traumdeuter im Beitrag #1

    - Kuschbänguruh (vielleicht Hübschkänguru, aber ein Umlaut fehlen würde). Andere Ideen?



    Buschkänguruh.

    Der "totgeparkte Sarg" ist klasse.

  • Ein BitteDatum02.10.2012 21:27
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema Ein Bitte

    Traumdeuter hat recht. Das "e" ist das Kasusmorphem (Fallendung) für männliche und sächliche stark gebeugte Hauptwörter im Dativ (Wem-Fall).

    Das Dativ-e tritt außer in gehobener oder dichterischer Sprache noch in einer Anzahl feststehender Wendungen auf. Ansonsten gilt es als veraltet, das betrifft sowohl den mündlichen wie den schriftlichen Gebrauch.

    Beispiel:
    "Wie sag ich's meinem Kinde?" - feststehende Redewendung
    "Der Lehrer erklärt dem Kind die Aufgabe." - neutrale Schriftsprache

  • Bei "wir treffen einander" schwebt mir eher ein Duell vor.

    Aber ohne Flachs, "einander" scheint in der Tat vertretbar und unterstreicht die Gegenseitigkeit des Vorgangs. Wo etwas gegenseitig ist, kann man "einander" verwenden.

  • Lieber besserDatum24.09.2012 22:20
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema Lieber besser

    Sie werden aufgefordert, themenfremde Werbeposts zu unterlassen.

  • Altes SprichwortDatum23.09.2012 04:18
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema Altes Sprichwort

    Hallo Traumdeuter,

    das Sprichwort war mir nicht bekannt, auch sein Sinn erschloß sich mir nicht.

    Ganz am Ende dieser Seite findet sich eine Erklärung zum Sprichwort und seiner Geschichte.
    http://www.ruhr-uni-bochum.de/rubin/rbin...rag5/index.html

  • Ich brauche Hilf mit Satzteilen.Datum14.09.2012 23:05
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema Ich brauche Hilf mit Satzteilen.

    Hallo, alter Schwede!

    sich: Akkusativobjekt (Relativpronomen)
    aus 22 Kantonen: Adverbial im Dativ
    An den Rütlischwur: Präpositionalobjekt Akkusativ
    der offizielle Name: Subjekt
    der Schweiz: Genitivattribut

    Bei "aus 22 Kantonen" bin ich mir nicht zu 100% sicher, ansonsten schon.

    ("Alter Schwede" ist eine freundliche Anrede unter Freunden. Es hat nichts mit "alt" zu tun, obwohl es aus dem Dreißigjährigen Krieg stammt. Wo wir schon dabei sind: das mit dem Schwedentrunk nimmt man heute auch nicht mehr übel. )

  • Bis jetzt schlägt sich Einsteins Formel empirisch ganz gut.

    http://www.allmystery.de/dateien/uh53495...tompilz_450.jpg

    Aber vielleicht hast Du ja eine bessere Theorie zu Masse und Energie?

  • Hallo Björn,

    nach meinem Empfinden (ohne Gewähr) ist nur "sie begegneten sich" (einfache Reflexivität) richtig.
    "Sie begegneten einander" klingt mir falsch.

    Was mich interessieren würde:
    Ist der Unterschied im Schwedischen ähnlich wie im Englischen?

    Beispiel:
    a) They saw themselves on the photo. (reflexiv, sie sahen sich selber)
    b) They saw each other in the supermarket. (reziprok, sie sahen einander, sich gegenseitig)

  • Die Freundin hat recht, der Satz ist seltsam.

    Zum einen ist die Formulierung "ich komme mit" ziemlich sperrig, und zum anderen ist der Begriff "Gehalt", da zweideutig, unglücklich gewählt. Da denkt jeder gleich an Gehalt im Sinne von Entlohnung. Wie wäre es mit "Inhalt"? Das ist weniger zweideutig.

    Des weiteren: ein Grundbedürfnis mit nicht nachvollziehbarem Inhalt/Gehalt wird auch für den Leser nicht nachvollziehbar sein.
    Mir ist jedenfalls nicht klar, was hier ausgedrückt werden soll.

    "Anerkennung ist mir ein Bedürfnis. Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb man sie mir verweigert." Ungefähr das?

    Sind Sie Deutschschweizer? Wenn nicht, sagen Sie Ihren Satz doch einmal auf französisch oder italienisch.

  • Hoch-ZeitDatum08.05.2012 18:45
    Foren-Beitrag von Schamane im Thema Hoch-Zeit

    Und bei hohen Paletten (>120cm) fallen extra Frachtraten an. Glücklicherweise haben sie nur eine.

    http://www.verkehrsrundschau.de/fm/4494/...ng620_imago.jpg

  • Präposition unterschiedlicher RektionDatum28.04.2012 01:05

    Für mich nicht. Die Rektionen müssen kongruieren, und wo das nicht der Fall ist, findet man eine andere Lösung.

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